Psychotherapie in der OKP: Kostenanstieg hat sich stark verlangsamt

2021 verabschiedete der Bundesrat den Wechsel vom Delegations- zum Anordnungsmodell für die psychologische Psychotherapie, um den Zugang zu psychotherapeutischen Leistungen zu verbessern und eine angemessene Versorgung sicherzustellen. 2022 trat die Änderung in Kraft. Nach einem initial starken Kostenanstieg der psychologischen Psychotherapie zulasten der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) hat sich dieses Wachstum seit 2024 verlangsamt. Während das jährliche Kostenwachstum 2023 noch bei 36,4 % lag, beträgt es 2025 noch 7,7 %. Das geht aus dem dritten Monitoring-Bericht des Bundes hervor.

Gründe des Kostenanstiegs

Für den Zeitraum von 2021 bis 2025 sind rund 30 Prozent des Anstiegs auf Tarifänderungen zurückzuführen, weitere 6,4 Prozent auf die Entwicklung des Versichertenkollektivs. Fast zwei Drittel des Kostenanstiegs umfasst verschiedene Einflussfaktoren, die mit den verfügbaren Daten nicht weiter differenziert werden können. Dazu gehören:

  • eine langfristig zunehmende Inanspruchnahme psychotherapeutischer Leistungen

  • die Verlagerung aus dem Selbstzahler- und Zusatzversichertenbereich in die Grundversicherung

  • ein verbesserter Zugang zu psychotherapeutischen Leistungen

  • die Reduktion von Unterversorgung

https://www.bag.admin.ch/de/newnsb/iVdIz68Th17U

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